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BMVBS - Leitfaden Nachhaltiges Bauen


Das damalige Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat im Jahre 2001 federführend unter Beteiligung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Einbeziehung von Sachverstand aus Wissenschaft und Praxis für die Anwendung bei Baumaßnahmen des Bundes einen Leitfaden Nachhaltiges Bauen d erarbeitet.

Für Baumaßnahmen des Bundes gilt es, im Sinne der Nachhaltigkeit, Lösungen zu finden, die ökologisch verträglich, ökonomisch akzeptabel sind und den Menschen einbeziehen. Dabei sollten insbesondere folgende (Schutz-)Ziele angestrebt werden:
  • der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Luft und Wasser,
  • der Schutz von Natur und Landschaft,
  • der Schutz stofflicher und energetischer Ressourcen,
  • der Schutz des Klimas,
  • die Erhaltung von Kapital,
  • niedrige laufende Betriebs- und Unterhaltungskosten,
  • der Schutz der menschlichen Gesundheit,
  • der Schutz sozialer und kultureller Werte.


Ganzheitliches Denken muss somit bereits interdisziplinär von den ersten Planungsüberlegungen bis zum Nutzungsende vorherrschen. Zu vermeiden ist, wie vielfach in der Vergangenheit geschehen, einen "schlechten" Entwurf in energetischer, ökologischer oder brandschutztechnischer Sicht "nachzubessern".

Ziel des Leitfadens ist es, dem Planer "vor Ort" ein Instrument zur Verfügung zu stellen, mit dem ganzheitliche Ansätze im Sinne der Nachhaltigkeit bei Bundesbaumaßnahmen sicher umgesetzt werden können. Der Bund erwartet mit Anwendung des Leitfadens nicht nur für den Menschen insgesamt ausgewogenere Lösungen hoher Qualität, sondern meßbare betriebs- und volkswirtschaftliche Vorteile bei besonderem Schutz der Umwelt.

Vorwort BMBau Kurt Bodewig:"Jede Politik muss sich heute daran messen lassen, ob und wie sie die Lebenschancen künftiger Generationen bewahrt. Das gilt gerade auch für so konkrete Bereiche wie den Bau. Wenn wir eine nachhaltige, das heißt ökonomisch, sozial und ökologisch zukunftsfähige Entwicklung in unserem Lande gewährleisten wollen, dann müssen wir an vielen Punkten ansetzen.Unter diesem Gesichtspunkt gibt auch der "Leitfaden Nachhaltiges Bauen" ein spezifisches Anforderungsprofil an das Bauen vor. Er leistet seinen Beitrag, indem er für die Planung und Bewirtschaftung von bundeseigenen Liegenschaften Praxishilfe leistet und dafür eine Checkliste anbietet. Mit seiner Einführung wird für die Baumaßnahmen des Bundes eine Strategie umgesetzt, die das Planen, Bauen und Nutzen von Gebäuden und Liegenschaften auf Nachhaltigkeit ausrichtet.Der Akzent wird dabei auf die ökologischen und ökonomischen Aspekte gelegt. In der Praxis heißt das etwa: bereits in der Planungsphase für ein Gebäude müssen die wirtschaftlichen Auswirkungen bestimmter, beispielsweise auch ökologischer Maßnahmen berücksichtigt und optimale Strategie für Investitionen gesucht werden. Das alles spart Geld und schont die Umwelt sowie knappe Ressourcen.Wichtig ist vor allem, dass alle Akteure bei der Planung und Errichtung eines Gebäudes frühzeitig kooperieren.Hierfür und für vieles andere hält der Leitfaden eine Fülle von Hinweisen, Grundsätzen und Prüfkriterien bereit. Er soll als Arbeitshilfe die Umsetzung des "ganzheitlichen" Ansatzes bei Bundesbaumaßnahmen erleichtern. Mit dem Leitfaden für Bundesbauten setzen wir den Weg fort, den wir zur Sicherung von Nachhaltigkeit im Bausektor bereits beschreiten."

Der Leitfaden enthält folgende Anlagen:
Anlage 1: Checkliste
Anlage 2: Planungsgrundsätze für den Gebäude- und Liegenschaftsentwurf
Anlage 3: Gesundheit und Behaglichkeit
Anlage 4: Energie und Medien
Anlage 5: Planungsgrundsätze für Außenanlagen
Anlage 6: Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden und Liegenschaften
Anlage 7: Gebäudepass

Der Leitfaden Nachhaltiges Bauen kann von der Webseite des jetzigen BMVBS heruntergeladen werden (PDF, 5,47 MB d ).

[ Zuletzt geändert: 30.06.2009 17:02:16 ]