Luxemburg - Ziele und Maßnahmen Im Abschnitt 2 des Entwurfs für einen Nachhaltigkeitsplan Luxemburg werden Ziele und Maßnahmen auf nationaler Ebene vorgestellt. Danach will Luxemburg- auf ökonomischer Ebene u.a.:
- umweltfreundliche Produkte forcieren; so soll pro Jahr mindestens ein in Luxemburg hergestelltes Produkt das Europäische Umweltzeichen erhalten (Hypertext: l'objectif est l'attribution du label écologique européen au minimum à un produit fabriqué au Luxembourg par an)
- die Realisierung des Öko-Audit-Systems unterstützen
- auf ökologischer Ebene u.a.
- den Anteil an biologischer Landwirtschaft auf mindestens 5 % bis 2010 steigern
- die Energieintensität (Energieverbrauch geteilt durch Bruttoinlandsprodukt) durch Energieeffizienz und rationelle Energienutzung um 20 % senken (verglichen mit der Energieintensität von 1993)
- im öffentlichen Stromangebot den Anteil von Kraft-Wärme-Kopplung von ca. 7 % in 1997 auf 15 % in 2010 zu steigern
- den Anteil erneuerbarer Energien am inländischen Stromverbrauch zu verdoppeln, von 2,5 % in 1997 auf 5 % in 2010
- im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft ggf. eine Energiesteuer einführen, die zu progressiven Energiepreisen führt, um zu einer dauerhaften Energiepolitik zu gelangen
- den Flächenverbrauch bis 2005 stabilisieren und bis 2010 um mindestens 50 % senken:
- alle kommunalen Kläranlagen mit mehr als 10.000 angeschlossenen Einwohnern (eigentlich: Einwohnergleichwerten) mit einer dritten Reinigungsstufe nachgerüstet werden
- die Emission von klimaschädigenden Gasen bis 2010 bezogen auf das Jahr 1990 wie folgt zu senken:
- Treibhausgase: 28 %
- Schwefeldioxid, Stickoxide, flüchtige organische Verbindungen: jeweils 70 %
- FCKW, teilhalogenierte FCKW und Halone: Nullemission in 2010.
- einen globalen Luftqualitätsplan zu erstellen, Luftqualitätsnormen festzulegen und ein nationales Programm zur Senkung der CO2-Emissionen zu erstellen
- das Pro Kopf-Aufkommen an zu beseitigenden Abfällen um 50 % zu senken und 80 % der organischen Abfälle zu verwerten
- auf sozialer Ebene
- die Armutsschwelle unter 1 % zu halten
- die Arbeitslosigkeit auf 1 % bis 2002 zu senken und Vollbeschäftigung bis 2005 zu erreichen
- die Sterblichkeit an Unfällen und verschiedenen Erkrankungen (Herz-Kreislauf, Krebs etc.) bis 2002 um 20 bis 30 % zu senken.
Auf Ebene der Kommunen wird insbesondere auf die Lokale Agenda 21 verwiesen, die von SYVICOL in Luxemburg (ein privates Institut) erarbeitet wurde.
Weitere Abschnitte beschäftigen sich mit Information der Akteure, Erziehung und Bildung, der Ausführung und Überwachung des Nachhaltigkeitsplanes, den Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung, der Einsetzung einer Task Force beim Umweltministerium und der Einrichtung eines Nationalen Komitees für nachhaltige Entwicklung (Le Comité pour le Développement Durable) einsetzen.[ Zuletzt geändert: 05.07.2005 12:33:55 ]
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