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Lovins/Hennecke: Faktor 4-Strategie für Klimaschutz und Atomausstieg, 1999In ihrem Buch "Voller Energie. Visionen: Die globale Faktor 4-Strategie für Klimaschutz und Atomausstieg" von 1999 zeigen die Autoren Amory Lovins und Peter Hennicke eine Zukunft des Möglichkeit auf, „die auch die Interessen künftiger Generationen respektiert. Die wirtschaftliche Entwicklung kann in den reichen Ländern vom Energieverbrauch abgekoppelt werden; hier ist mindestens eine Halbierung des Energieverbrauchs pro Bürger möglich. Zugleich kann der Wohlstand weltweit wachsen, ohne dass deshalb immer mehr Öl, Gas, Kohle und Brennholz verbraucht werden müssten. Im Gegenteil. Und in den Entwicklungsländern kann der Lebensstandard steigen, ohne dass der Energiezuwachs in Klima gefährdender Weise in die Höhe schnellen müsste. Wenn einer sparsamen Energienutzung Vorrang eingeräumt würde, könnte der langfristig kaum noch wachsende Bedarf im Jahr 2050 überwiegend durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Der durchschnittliche Lebensstandard der dann vermutlich 9,5 Milliarden Menschen würde dem Niveau des Europas der siebziger Jahre entsprechen.“ „Es stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob, sondern nur noch wie und wie schnell die weltweite Energiepolitik geändert werden kann. Politik- und Entscheidungsdefizite sind das Hauptproblem, nicht fehlende Technik oder mangelndes Kapital. Viele Politiker, Manager und Bürger sehen derzeit nicht die Notwendigkeit einer Wende ein. Und so fehlt es am Willen, eine neue Politik durchzusetzen, und am Mut, Hemmnisse abzubauen.“ In ihrem Buch skizzieren die Autoren Elemente einer Weltenergiepolitik. Grundlage sind die Leitideen des UNO-Entwicklungsprogramms UNDP d . Bei ihren konkreten Handlungsvorschlägen ist ihnen die besondere Verantwortung der Industrieländer und der Vorrang der Politik wichtig. Die Leitideen des UNO-Entwicklungsprogramms UNDP finden Sie hier. Eine zukunftsfähige Energiepolitik im Faktor 4-Szenario muss nach Meinung der beiden Autoren auf drei Säulen aufgebaut sein:
"Das Faktor 4-Szenario kann nur durch eine Kombination energiepolitischer Vorgaben, Anregungen und Anreize umgesetzt werden. Die Devise und muss lauten: Mehr Wettbewerb und Markt einerseits und mehr ökologische Leitplanken und Regulierung andererseits. Solch ein Politikmix für eine nachhaltige Klimapolitik besteht aus vielen Instrumenten. Um nur einige zu nennen:· eine länderübergreifende Zusammenarbeit ...· globale über den Preis steuernde Instrumente ...· ordnungsrechtliche Vorschriften ...· freiwillige Vereinbarungen von Industrieverbänden ...· Programme zur integrierten Ressourcenplanung sowie Drittfinanzierungsmodelle ...· Förderprogramme ...· Kennzeichnung und Auszeichnung besonders energiesparender Geräte ... . Die Autoren schließen ihren Beitrag mit zwölf Thesen zu ihrer Vision: Die globale Faktor Vier-Strategie für Klimaschutz und Atomausstieg. Diese Thesen finden Sie hier. [ Zuletzt geändert: 09.05.2005 18:06:49 ]
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