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Beispiele für die nachhaltige Nutzung tropischer RegenwälderIm Folgenden werden einige ausgewählte Beispiele für die nachhaltige Nutzung tropischer Regenwälder dargestellt. Community based loggingIndigene Völker nutzen Tropenwälder in einem kleinen Maßstab seit langem nachhaltig. Diese Erfahrungen wurden in so genannten „community based logging operations“ angewandt, einer auf Gemeindeebene organisierten Forstwirtschaft. Ein Beispiel dafür sind die tragbaren Sägewerke in Papua Neuguinea. Diese so genannten „wokabout somils“ ermöglichen es den Ureinwohnern, einzelne Bäume direkt im Wald zu Brettern zu verarbeiten. Dadurch ist weniger Straßenbau erforderlich als für den Abtransport ganzer Stämme. Zudem wird mit dem direkten Verarbeiten zu Brettern ein weiterer Arbeitsschritt in der Wertschöpfungskette vorgenommen. So verbleibt mehr Geld im Dorf als beim bloßen Verkauf unbearbeiteter Baumstämme.Nachhaltige PlantagenObwohl Tropenholzplantagen theoretisch nachhaltig bewirtschaftet werden können, ist dies in der Praxis gerade in Entwicklungsländern kaum umsetzbar. So werden für die Plantagen oftmals Urwälder gerodet und Monokulturen, also nur einer Pflanzenart, angebaut. Um Konkurrenzpflanzen oder Schadorganismen (Pilze, Insekten etc.) zu vernichten, werden oft noch Pestizide eingesetzt, wodurch der Artenreichtum weiter reduziert wird. Auch sind bei Holzplantagen in Entwicklungsländern (aber nicht nur dort) soziale Aspekte zu berücksichtigen, wie schlechte Arbeitsbedingungen, Korruption und illegaler Holzeinschlag. Dennoch gibt es eine Vielzahl an Plantagen in Entwicklungsländern, die vom unabhängigen Waldzertifizierungssystem FSC ein Gütesiegel für nachhaltige Waldbewirtschaftung erhalten haben.NichtholzprodukteTropische Regenwälder, vor allem Primärwälder, können auch ohne Holzeinschlag nachhaltig genutzt werden, etwa durch die Ernte und Verarbeitung/Verkauf von Nichtholzprodukten.Gummigewinnung Seit Anfang des 20. Jahrhunderts leben viele Bewohner des Amazonasgebietes vom Gummizapfen. Dies ist eine traditionelle Art der Rohstoffgewinnung im Regenwald. Die Gummigewinnung schädigt den Wald nicht, da die Bäume nicht gefällt werden. Die Gummizapfer ritzen die Bäume nur an und gewinnen das heraustropfende Latex. Es liegt im natürlichen Interesse der Gummizapfer, die Bäume nicht zu übernutzen und somit auch langfristig ihr persönliches Einkommen zu sichern. Früchte und Nüsse Die wachsende Anziehungskraft neuer Produkte aus tropischen Regionen wie exotische Früchte, Nüsse und Gewürze, z.B. Paranüsse oder Palmfrüchte, bietet steigende Chancen für deren Vermarktung auf nationalen und internationalen Märkten. Medizinische Produkte Aufgrund seiner großen Artenvielfalt beherbergt der tropische Regenwald ein erhebliches Potenzial an natürlichen pflanzlichen Wirkstoffen. So nutzen nach einer Studie der WHO 80 % der Weltbevölkerung Pflanzen zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten. Viele pflanzliche Wirkstoffen werden entweder direkt als Arznei- oder Heilmittel eingesetzt oder dienen als Modellsubstanz für synthetische Wirkstoffe. Bestimmte Pflanzenextrakte aus Regenwäldern wirken effektiv gegen Krebs. Das wohl bekannteste ist das Krebsheilmittel des US Pharmakonzerns Eli Lily, das aus der in Madagaskar vorkommenden rosy periwinkle gewonnen wird. Die folgende Tabelle zeigt dieses und weitere Beispiele.
Quelle: http://rainforests.mongabay.com/10drugs.htm, verändert Ökotourismus Ökologisch nachhaltige Technologien und traditionelle Arten der Beherbergung überschreiten die Tragfähigkeit der Natur (praktisch) nicht. Zugleich dient Ökotourismus der ökonomischen und sozialen Entwicklung vor Ort. So profitieren die Menschen vor Ort, indem sie etwa als Fährtensucher, Guides oder Bootslenker ihr Einkommen verdienen und damit ihre Familien ernähren können. Interne Links
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[ Zuletzt geändert: 24.02.2010 11:05:46 ]
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