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Strategien


Um der Forderung nach Nachhaltigkeit gerecht zu werden, bedarf es neben der Formulierung von Indikatoren und den damit verbundenen Zielen der Nachhaltigkeit konkreter Strategien, um diese zu erfüllen.

Diese Kategorie stellt verschiedene Konzepte und Strategien vor, um mehr Nachhaltigkeit zu erreichen und versucht, ihre Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

Vorreiter

Die auf dem Erdgipfel in Rio 1992 verabschiedete Agenda 21 sah erstmals die Errichtung nationaler Nachhaltigkeitsstrategien vor. Bei einem Treffen im dänischen Aalborg 1994 im Rahmen der Lokalen Agenda 21, verpflichteten sich die unterzeichnenden Städte, in einen Prozess zur Verwirklichung einer Lokalen Agenda 21 einzutreten und entsprechende langfristige Handlungsprogramme aufzustellen.

Umsetzung

Auf nationaler Ebene wurde im Januar 2000 der Prozess der Erarbeitung einer deutschen Nachhaltigkeitsstrategie durch einen parteiübergreifenden Beschluss des Bundestages förmlich eingeleitet und 2002 wurde die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie "Perspektiven für Deutschland" beschlossen. Auch auf EU-Ebene gibt es verschiedene Strategien zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung: 2001 wurde erstmals eine EU-Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, 2007 wurde eine Europäische Energiestrategie erarbeitet. Schon seit 1973 gibt es fortlaufend erneuerte EU-Umweltaktionsprogramme.

Emissionshandel

Eine weitere Strategie mehr Nachhaltigkeit zu erreichen ist die des Handels mit Emissionsrechten. Am 01.01.2005 trat das EU-Emissionshandelssystem in Kraft mit dem Ziel, kostenwirksam und wirtschaftlich effizient den Ausstoß von Treibhausgasen in der EU zu reduzieren. Auch auf internationaler Ebene gibt es Konzepte zum Emissionshandel für Privathaushalte. Um die Kohlendioxidemissionen der Bevölkerung zu reduzieren, sollen Freibeträge zur Emission von CO2 (also über Heizen, Benzinverbrauch, etc.) an Privatpersonen vergeben werden. Personen, die mehr als die ihnen zugeteilte Menge emittieren, können von anderen nicht verbrauchte Emissionsrechte kaufen.

Weitere Konzepte

Neben politisch inszenierten Strategien, sind Konzepte wie die Checkliste zur Dematerialisierung nach Schmidt-Bleek, die Postfossile Architektur nach Althaus sowie die Initiative StEP - Solving the E-Waste Problem von Bedeutung.

[ Zuletzt geändert: 05.07.2010 09:12:20 ]