|
Bundesministerien Bundesregierung
Enquete-Kommissionen Freie Hansestadt Bremen Freie Hansestadt Hamburg Freistaat Bayern Freistaat Sachsen Freistaat Thüringen Kommunen Land Baden-Württemberg Land Berlin Land Brandenburg Land Hessen Land Mecklenburg-Vorpommern Land Niedersachsen Land Nordrhein-Westfalen Land Rheinland-Pfalz Land Saarland Land Sachsen-Anhalt Land Schleswig-Holstein Parteien |
SRU: Umweltgutachten, 2002Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat im Jahr 2002 ein weiteres Umweltgutachten heraus gegeben mit dem Titel: Für eine neue Vorreiterrolle - Eckpunkte des Umweltgutachtens 2002. Im Folgenden finden Sie einige Auszüge aus der Pressemitteilung vom 11.April 2002 zu diesem Umweltgutachten. Gliederung
Empfehlungen und Stellungnahmen In der Pressemitteilung des SRU vom 11. April 2002 werden diese acht Eckpunkte des Umweltgutachtens 2002 "Für eine neue Vorreiterrolle" näher ausgeführt. In seinem Gutachten wendet sich der SRU auch gegen die verbreitete Annahme, dass eine führende Rolle im Umweltschutz zwangsläufig mit wirtschaftlichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb verbunden ist. "In weiten Bereichen ist das Gegenteil der Fall. Gerade bei Umweltproblemen, die künftig international Handlungsdruck auslösen werden, rentiere sich eine Politik, die sich frühzeitig an den ökologischen Erfordernissen orientiert und geeignete Problemlösungen entwickelt, über kurz oder lang auch wirtschaftlich. Fortschritte der europäischen und der globalen Umweltpolitik erfordern nach bisheriger Erfahrung nationale Vorreiter. Solche Fortschritte sind weiterhin erforderlich. In vielen Bereichen, so zum Beispiel beim Flächenverbrauch, dem Lärm, der Klimaentwicklung oder dem Artenschwund gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Auf solche bislang ungelösten, persistenten Probleme muss die Umweltpolitik sich künftig konzentrieren. Der Umweltrat begrüßt die ehrgeizige Klimapolitik der Bundesregierung und die eingeleiteten Schritte zu einer Ökologisierung wesentlicher umweltrelevanter Politikbereiche (z. B. Agrarpolitik). Auch in diesen Feldern besteht allerdings noch Entwicklungsbedarf. So wird sich ein anspruchsvoller Klimaschutz nur dann effizient und kostengünstig fortführen lassen, wenn die Sonderkonditionen für die deutsche Kohle aus der umweltpolitischen Tabuzone befreit und zügig abgebaut werden. Mit der weiter zu entwickelnden ökologischen Steuerreform und dem europäischen Emissionshandel stehen zwei wirkungsvolle Instrumente eines effizienten und flexiblen Klimaschutzes zur Verfügung. Weiteren Reformbedarf sieht der Umweltrat insbesondere in der Abfallpolitik. Die wünschenswerten hohen Standards bei der Abfallbeseitigung haben angesichts unzureichender rechtlicher Rahmenbedingungen zur Verlagerung von Abfallströmen in ökologisch fragwürdige Verwertungswege geführt. Dies muss wirksamer korrigiert werden. Die Entwicklung in diesem Bereich ist ökologisch unvertretbar und bedroht die Funktionsfähigkeit der kommunalen Abfallwirtschaft. Als zweifelhaft erachtet der Umweltrat auch die termingerechte Vollziehbarkeit der Abfallablagerungsverordnung." Dokumente Interne Links
Externe Links [ Zuletzt geändert: 26.04.2010 11:44:03 ]
|

